Geschichte von Baden-Baden
Das 17- und 18 Jahrhundert
Seuchen, Katastrophen und letztendlich der 30-jährige Krieg brachten das Badewesen zum erliegen. Markgraf Ludwig Wilhelm („Türkenlouis“ 1677-1707) war in Wien mit der Abwehr der Türken beschäftigt. Daher konnte er nicht einschreiten, als am 24.August 1689 die Stadt in Folge des pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen auf Befehl Ludwigs XIV in Schutt und Asche gelegt wurde. Als Ludwig Wilhelm heimkehrte, verlegte er seine Residenz in das neue Schloss (erbaut vom Architekten Rossi) nach Rastatt.
Die Linie erlosch allerdings 1771, und durch den Erbschaftsvertrag fiel die Markgrafschaft an den Markgraf Baden-Durlach. Durch den Markgraf Carl Friedrich (1728- 1811) entwickelte sich Baden-Baden neu. Er verlegte die Sommerresidenz auf Wunsch der Königin Luise von Preußen in das wieder restaurierte Neue Schloss Baden-Baden. Sein Sohn Karl (1786-1818) war mit der Adoptivtochter Napoleons, Stéphanie de Beauharnais verheiratet. Nach seinem frühen Tot blieb die Witwe im neuen Schloss und verlieh der Stadt durch Feste und Einladungen internationalen Glanz.
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